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| Die Baumaschine kommt ins Büro |
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| Wie das Flottenmanagement VisionLink die Arbeit mit Baumaschinen erleichtern wird |
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Garching bei München, im September 2010 (zep/AB). Der Wettbewerbsdruck der Bauunternehmer wird aufgrund schnellerer Bauabläufe, kürzerer Bauzeiten und kleinerer Margen immer härter. Hierdurch gewinnt die reibungsfreie Organisation der Abläufe auf der Baustelle und zwischen den Baustellen für den Kunden immer mehr an Bedeutung. Darauf müssen die Baumaschinen-Hersteller und –Händler eine Antwort haben. In Kürze startet bei Zeppelin die neue Internetplattform VisionLink und damit das neue Flottenmanagementsystem von Cat und Trimble.
Um alle vorhandenen Baumaschinen mit der höchsten Auslastung und den geringsten Stillstandszeiten einzusetzen, sind für Bauleiter und Disponent folgende zuverlässige Informationen sehr entscheidend: • Wo ist die Maschine? • Ist die Maschine frei? • Ab wann ist die Maschine verplant? • Wie war die heutige Auslastung? • Wie war die Effizienz? • Wie viel Kraftstoff wurde verbraucht? • Wer hat die Maschine bedient? • Wann steht der nächste Servicetermin an? • Wie hoch ist die jeweilige Anzahl der Betriebsstunden? • Wie ist der technische Zustand der Maschine?
Bereits seit dem Jahr 2000 bietet Cat mit dem ProductLink ein System an, um dem Kunden Maschineninformationen zu übermitteln. „Die durchschlagende Veränderung steht jetzt mit VisionLink ins Haus. Zum einen kann das System auch Informationen von Mischflotten, also auch von Nicht-Cat-Maschinen darstellen. Zum andern können Daten nun sehr schnell, einfach und effizient ausgewertet und nutzbar gemacht werden. Bereits zur bauma 2001 wurden Cat Baumaschinen mit ProductLink ausgerüstet. Das System ermittelt permanent die eigene GPS-Position, Start-/Stoppzeiten, Motorlast (Leerlauf/Last), Kraftstoffverbrauch (Leerlauf/Last) sowie Betriebszustände (Fehlercodes) und kann mit einer Wegfahrsperre (MSS) kombiniert werden, die über die Schlüsselzuordnung auch eine Fahreridentifikationsmöglichkeit bietet. Früher wurden die Daten via Satellit zu einem Server übermittelt, bei der neuen ProductLink Hardware funktioniert die Datenübertragung mittels der schnelleren Mobilfunk-Technologie. Kunden können bequem über die neue Internetoberfläche VisionLink, die den Equipment Manager ersetzt, auf diese Informationen zugreifen. Die einzige Voraussetzung ist ein Internetzugang.
Wie wird VisionLink die Arbeitsabläufe bei Bauunternehmen verändern?
Drei Praxisbeispiele veranschaulichen, wie die Situation heute ist und in der Zukunft sein wird.
1) Maschinenabrechnung Ausgangslage: Jede Baustelle ist eine eigene Kostenstelle, auf die die Maschinenstunden belastet werden. Heute: Zurzeit wird vom Bauhof und den Baustellen untereinander Ein- und Ausgangsscheine mit zweifachem Durchschlag geschrieben, die nach einiger Zeit, hoffentlich vollständig ausgefüllt und leserlich, beim Innendienst eintreffen. Die Maschinenstunden werden dann vom Innendienst manuell erfasst und gebucht. Dieses Verfahren ist sehr zeitaufwendig, fehleranfällig und verlangt viel Disziplin von allen Beteiligten. Unleserliche und unvollständige Meldungen müssen zusätzlich zeitaufwendig recherchiert werden. Zudem besteht immer eine zeitliche Verzögerung zwischen heute und der tatsächlichen Situation auf der Kostenstelle. Bei einer Kostenkontrolle sind die Zahlen nie aktuell. Zukunft: Um die Baustelle wird ein virtueller Zaun (Polygon) auf einer Karte (google-maps) in VisionLink erstellt, den der Kunde einer Kostenstelle zuordnen kann. Jedes mal, wenn eine Baumaschine in dieses Gebiet kommt oder es verlässt, wird die Kostenstelle automatisch be- bzw. entlastet. Immer aktuell, immer vollständig, kein Papierkrieg.
2) Wartungsplanung Ausgangslage: Ein Werkstattleiter hat insgesamt 75 Maschinen zu servisieren. Die Maschinen laufen im Ein-, Zwei- und Drei-Schichtbetrieb und es gibt zudem Wochenendarbeit. Ferner sind 30 dieser Maschinen Kleingeräte mit ganz unterschiedlicher Auslastung. Heute: Einmal in der Woche telefoniert der Werkstattleiter alle Fahrer und Poliere durch, um die aktuellen Zählerstände zu ermitteln. Fünf Stunden später hat er einen Überblick und fängt nun an, die Maschinen für den Service zu bündeln und zu planen. Bei Maschinen, über die er keine Information erhalten hat, wägt er ab, wann der Service sein könnte. Zukunft: In VisionLink wird eine Rot-, Gelb-, Grün-Liste aller seiner Baumaschinen angezeigt mit einem Countdown bis zum nächsten Serviceintervall. Ferner die durchschnittliche Arbeitszeit der letzten Woche, um eine Bewertung vornehmen zu können. Die Liste ist immer aktuell, er kann sofort den Service planen.
3) Disposition Ausganglage: Ein Unternehmer hat zurzeit acht Baustellen und nur sieben Radlader. Der Bauleiter von der Baustelle ohne Radlader benötigt nun dringend einen Radlader vom Disponenten, da sonst morgen seine Baustelle steht. Heute: Der Disponent ruft nun alle Bauleiter und dessen Poliere an und versucht, einen Radlader von dessen Baustellen loszueisen. Nach zwei Stunden, 20 Wahlversuchen und elf Telefonaten versichert ihm jeder, dass seine Baustelle voll ausgelastet, ferner der Radlader ein Schlüsselgerät ist und dass sie ihren Radlader auf gar keinen Fall abgeben können. Zudem stehen alle unter Termin- und Kostendruck. Ein Bauleiter hat seinen Radlader zudem für zwei Tage frei gemeldet, im Anschluss jedoch schon Material bestellt und die Arbeitsabläufe genau darauf hin abgestimmt. Zukunft: Der Disponent schaut sich die Auslastung (Arbeits-/Planzeit) der sieben Radlader an und ruft gezielt den Polier mit der niedrigsten Auslastung an. Zeitaufwand fünf Minuten und ein Telefonat, dann kann er die Umsetzung organisieren.
Dies sind nur drei Beispiele, die Nutzungsmöglichkeiten von VisionLink sind um ein vielfaches größer. Nach Simulationen von Trimble setzt der Einsatz von Flottenmanagementsystemen erhebliche Kostensenkungspotenziale frei. Die Berechnungen gehen von den Kostenblöcken aus, die beim Einsatz von Baumaschinen anfallen: Abschreibung, Bedienung, Betriebsstoffe, Wartung und Reparatur. Durch eine verbesserte Einsatzplanung, die Reduzierung von Leerlaufzeiten, die Erhöhung der Maschinenproduktivität und die Abkürzung der administrativen Dokumentationsprozesse lassen sich je nach Gerätetyp zwei bis fünf Prozent der Gesamtkosten sparen. Konkret bedeutet das in der Praxis, dass pro Gerät eine Kostenreduzierung von 200 bis 1 000 Euro pro Monat möglich ist. Die ersten deutschen Unternehmer haben die Vorteile erkannt. So berichtet Christoph Kübler vom schwäbischen Unternehmen Lukas Gläser von der wesentlich vereinfachten Dokumentation und dem automatisierten Reporting. „Durch das Flottenmanagementsystem haben wir unsere Dokumentationsprozesse gleich auf mehreren Ebenen gestrafft. Unsere Maschinenführer setzen nunmehr ihre komplette Arbeitszeit für die Produktion ein. Alleine die bessere Nutzung der verfügbaren Arbeitszeit der Maschinenführer bringt eine Ersparnis von mehreren 1 000 Euro pro Monat.“
Bildunterschrift:
Bild 1: Das Cat Flottenmanagement-System ProductLink der nächsten Generation eröffnet dem Kunden völlig neue Möglichkeiten, Maschinen bei Bauprojekten effizient einzusetzen.
Bild 2: VisionLink bietet eine übersichtliche Benutzeroberfläche, auf der alle wichtigen Daten der Maschinenflotte abgebildet werden.
Bild 3: Durch die Benutzeroberfläche VisionLink können sowohl das neue und das bestehende ProductLink System sowie das Trimble System auf die gesam-te Maschinenflotte erweitert werden, unabhängig von Hersteller oder Modell. Das erlaubt dem Nutzer, alle Maschinen in einer einzigen Web basierten Anwendung zu überwachen.
Bildnachweis: Zeppelin
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